Perspektivenwechsel: Delegation der Iowa State University zu Gast bei ELEVATE

Wie sieht die Zukunft des unbemannten Luftverkehrs in der Stadt und auf dem Land aus? Gibt es Unterschiede zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland?

04.06.2026

Um diese Fragen drehte sich der jüngste Besuch einer Studierendengruppe der Iowa State University (ISU) unter Leitung von Prof. Dr. Lindsay Presslau bei der Nachwuchsforschungsgruppe ELEVATE am 04. Juni 2026.

Das von Dr. Robin Kellermann geleitete Team – bestehend aus zwei Post-Docs und vier Promovierenden – widmet sich derzeit dem Aufbau und der Evaluation von Reallaboren für Drohnenlieferungen in Berlin und im ländlichen Brandenburg. Auch wenn bei dem Treffen keine Drohnen physisch abhoben, stand der wissenschaftliche und kulturelle Austausch im Mittelpunkt.

Besonders spannend: Die US-Studierenden brachten im Vorfeld Einblicke in aktuelle Entwicklungen und ausgearbeitete Thesen zur Zukunft von (Liefer-)Drohnen in den USA und speziell im Bundesstaat Iowa mit. Im gemeinsamen Dialog wurden diese Entwürfe mit dem deutschen Innovationsumfeld kontrastiert. Diskutiert wurden dabei politische und wirtschaftliche Hebel, mit denen Transportdrohnen in beiden Ländern gefördert und eingeführt werden, rechtliche Rahmenbedingungen, Geschäftsmodelle und Nachfrageunterschiede (auch aufgrund weitläufigerer räumlicher Strukturen in den USA) sowie gesellschafts-politische Konfliktlinien.

Die Delegation der Iowa State University zeigte sich nachhaltig beeindruckt von der Arbeitsweise des Berliner Teams. Insbesondere der transdisziplinäre Ansatz von „ELEVATE“ – der über Bürgerbefragungen, repräsentative Erhebungen und kooperative Planungsmethoden die Bevölkerung direkt einbindet – fand großen Anklang. „Als Sozialwissenschaftlerin beeindruckt mich besonders, wie hier eine sehr menschennahe, praxisorientierte Verbindung von Forschung und Praxis geschaffen wird“, resümierte die ISU-Delegationsleitung den gelungenen, perspektiven-erweiternden Austausch.